Auge des Horus

Die Traumdeutung im 19.Jahrhundert

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Traum als eine göttliche Offenbarung angesehen. Im Zeitalter der Aufklärung, als atemberaubende Erkenntnisse in der Medizin und Psychologie erzielt wurden und sich die Naturwissenschaften entwickelten, versuchte man den Traum als rein physisches Phänomen zu erklären.

Es wurden Experimente mit Körperreizträumen gemacht, in dem man Schlafende großer Hitze, Kälte, Druck oder ähnlichem aussetzte. Man wollte damit beweisen, das Träume nur das Ergebnis körperlicher Vorgänge wären. Es gab jedoch weiterhin Philosophen und Gelehrte, die die Auffassung vertraten, Träume seien seelischen Ursprungs und haben zum Teil prophetische Bedeutung. Dichter nannten den Traum in der verschiedensten Literatur als Bindeglied des Menschen mit höheren Mächten und Philosophen den Traum als Vorgänge der menschlichen Seele.

Da jedoch die Traumwissenschaft des 19. Jahrhunderts Dichter und Philosophen als nicht kompetent ansahen, wurde deren Betrachtungsweise nicht in wissenschaftliche Überlegungen einbezogen. Erst allmählich erkannten Psychologen und Physiologen die komplexe Bedeutung der Träume.


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