Selket - Ägyptische Skorpiongöttin

Die Traumdeutung im Mittelalter

Ab dem Mittelalter unterschied man zwei Arten von Träumen, den Traum als eine göttliche Offenbarung und den Traum als menschliche Begierde. Als positive Begierdeträume galten dabei die in die sexuelle Sphäre hineinreichenden Traumerlebnisse. Diese Träume trugen im späteren Mittelalter auch zur Verbreitung des Hexenwesens bei.

Ein weiteres Phänomen war der sog. "Alptraum". Als Ursache für diese Träume wurden dabei neben dämonischen Vorstellungen auch damals bereits gesundheitliche Probleme genannt.

Der Ursprung von Büchern, in denen Träume, Symbole und Ursachen von Träumen erklärt wurden, liegt ebenfalls im Mittelalter. Die bedeutendsten Werke sind von Hieronymus Cardanus, Johann Christoph Männlingen und Johann Gottlob Krüger. Die Verfasser der Traumbücher des Mittelalters befassten sich mit dem Traumgeschehen sowohl voll Ehrfurcht wie auch Faszination. Sie beurteilten Träume einerseits als etwas gefährliches, dämonisches, das mit der Verführung des Menschen durch Dämonen zu tun hatte, andererseits meinten sie, dass Träume den Menschen von Gott oder göttlichen Wesen geschickt wurden.


TOP